In der aktuellen Zeit wird es immer deutlicher, dass der Umgang mit digitalen Bildungsformaten sich sowohl für Lehrende als auch Schüler zu einer entscheidenden Schlüsselkompetenz entwickelt. Denn auch wenn wieder Präsenzunterricht stattfindet, so sind digitale Lehrformate häufig nicht mehr aus der Bildung wegzudenken. Dies gilt auch außerhalb des schulischen Bereichs, denn Weiterbildungen und Schulungen finden zu Zeiten von Corona vermehrt digital statt. Es wird also immer wichtiger, moderne Bildungsinfrastrukturen aufzubauen, um sowohl Wissensinhalte als auch digitale Kompetenzen zu vermitteln.

Microsoft liefert mit dem speziell für Bildungseinrichtungen entwickelten Microsoft Teams Education eine Plattform, mit der viele Pädagogen zu Beginn von Corona erstmals in Kontakt gekommen sind und die jetzt nicht mehr aus dem Bildungsalltag wegzudenken ist.  

Was macht Microsoft Teams Education zu einem guten Orga-Tool für Bildung/Schulen? 

Zunächst einmal sollte erwähnt werden, wie intuitiv und verständlich Teams gestaltet ist. Selbst für junge Schulkinder ist es eine übersichtliche Erfahrung, in einem Teams-Klassenraum zu sein. Denn alle Lerninhalte – ob Bilder, PowerPoint Präsentation oder Videos – sind hier an einem Ort gesammelt und nach Kontext angeordnet. Es ist also leicht, alle Chats und Videos zu Algebra zu finden, weil sie alle Teil der gleichen Unterhaltung sind. Die Tatsache, dass man Microsoft Teams beim Lernen nicht verlassen muss, dass es eine Lernplattform bietet, die alles abdeckt, ist vor allem für jüngere Schüler extrem wichtig, denn das Lernen geschieht stets in einer vertrauten Umgebung, in einem bekannten Umfeld.

Teams bietet mit dem den Schülern vertrauten Emoji-System auch eine einfache Möglichkeit zur Kommunikation ohne Stummschaltung des Mikrofons. Dieses macht es leicht, ihre Gefühlslage auszudrücken. Geht es ihnen zum Beispiel zu schnell oder brauchen sie eine Pause, können sie einfach ein Emoji benutzen. Auch eine Hand zu heben, ist hier in dem „Raise a Hand“-Feature digitalisiert – ein Feature, welches, egal ob für Grundschüler oder Arbeitnehmer in einer Fortbildung, enorm wichtig ist.

Seit dem Frühjahr 2020 bietet Teams außerdem eine automatische Untertitelerstellung in Besprechungen an. Dieses Feature ist vor allem im Rahmen der Inklusionsbewegung wichtig. Aber auch für Schüler oder Arbeitnehmer, die an lauten Orten arbeiten müssen, kann es von Vorteil sein.

Microsoft Teams liefert außerdem durch die Einbindung von Microsoft Stream, einem von Microsoft entwickeltem sicheren Videodienst, die Möglichkeit, Lehrstunden automatisch aufzuzeichnen, damit die Teilnehmer diese später direkt im Teams-Raum nach Bedarf wiederholen können. Im Falle von Schülern sollten Sie hier selbstverständlich darauf achten, dass Sie die Einverständniserklärung der Eltern haben!

Seit Beginn der Pandemie hat Microsoft noch aktiver als zuvor Teams optimiert. Hierbei wurde eng mit Bildungsexperten und Lehrkräften zusammengearbeitet, um für den Bildungsalltag nützliche Features zu entwickeln.

Was sind die neuen Features und warum sind sie wichtig für den Bildungssektor?

Einer der Hauptwünsche von Lehrkräften war die Möglichkeit, alle Schüler auf einen Blick zu sehen. Seit Ende Juni gibt es jetzt die Anzeigeoption, alle Teilnehmer einer Besprechung in einem 7×7 Anzeigeraster, also 49 TeilnehmerInnen gleichzeitig, zu zeigen. Diese Option ist noch im „Preview“-Status, soll aber im Herbst vollständig live gehen. Dies erlaubt Lehrkräften, alle Kinder gleichzeitig zu sehen, um deren Reaktionen besser erkennen zu können. Die Möglichkeit, die Reaktionen der Teilnehmer besser zu erkennen, ist selbstverständlich auch für Fortbildungen oder Schulungen relevant, denn den Vortrag an die Reaktion der Hörer anzupassen ist eines der Merkmale eines guten Dozenten.

Ein weiteres Feature, welches den Lehrern bezüglich der Reaktionen der Kinder unter die Arme greift, ist die Erweiterung der Live Reactions. Vor diesem Update war es teilweise schwierig, die Emoji-Reaktionen der Kinder im Fullscreen-Modus zu erkennen, jetzt werden die Emojis kurz und klein im Kamerabild der TeilnehmerInnen angezeigt, damit den Lehrenden keine gehobene Hand entgeht. Ein ähnliches Muster wurde bei Live-Chat-Nachrichten während einer Besprechung erkannt und auch diese werden nun kurz, auch im Vollbildschirmmodus, eingeblendet.

Über den Sommer hinweg wurden außerdem gleich mehrere Features zur Personalisierung des Lernraums entwickelt. Der „Together-Mode“ stellt alle Teilnehmer einer Teams-Besprechung mit Hilfe von KI-Segmentierungstechnologie vor einem gemeinsamen Hintergrund dar, beispielsweise auf Plätzen in einem Hörsaal. Auch mit den zahlreichen Möglichkeiten, welche den Pädagogen durch die neuen, verstellbaren Hintergrundoptionen geboten wurden, eröffnen sich neue Möglichkeiten, wie der Lernraum für die Schüler angepasst werden kann. Man könnte sich zum Beispiel eine Tafel mit Matheaufgaben als Hintergrund für den Matheunterricht erstellen.

Microsoft ermöglicht es außerdem seit Kurzem, die Besprechung weiter in Kleingruppenräume zu unterteilen, was vor allem für Gruppenarbeiten unglaublich wertvoll ist. Diese kleineren Gruppen sind auch die Lernumgebung, in der das überarbeitete, digitale Whiteboard am nützlichsten ist. Schon vor seinem Update war das Whiteboard ein unverzichtbares Feature in der Lernumgebung Teams, denn hier ist es für alle Mitglieder sehr leicht, Ideen auszudrücken und zu diskutieren. Die Erweiterung des Whiteboards bringt neue Aspekte wie Post-Its, schnellere Ladezeiten und eine Drag&Drop-Funktion mit sich. Das Whiteboard ist vor allem bei Brainstorming sehr vielseitig einsetzbar und ist definitiv mehr als nur eine Fläche, auf der Kinder kritzeln können, sondern ein mächtiges Werkzeug, in das zum Beispiel Templates integriert werden können, um Checklisten übersichtlicher zu gestalten.

Ein letztes erwähnenswertes Feature sind die sogenannten „Class Insights“, welche im Herbst verfügbar sein werden. Hierbei handelt es sich um ein Datenanalyse-Tool, mit dem PädagogInnen herausfinden, welches Kind sich wie oft gemeldet hat, welche Aufgaben ein Kind abgeben hat, welche Noten es dafür bekommen hat oder welche Kinder vielleicht in letzter Zeit weniger aktiv sind. Dies ist ein unglaublich nützliches Werkzeug für jede Lehrkraft. All diese Informationen übersichtlich und auf einen Blick erkennbar vor sich zu haben, macht es sehr einfach, basierend auf ihnen zu handeln. Man könnte sich zum Beispiel kurz mit dem weniger aktiven Schüler in einen Kleingruppenraum begeben, während die anderen Kinder sich ein vorbereitetes Lernvideo anschauen und das Kind fragen, ob bei ihm alles in Ordnung ist.

Es bleibt abzuwarten, um welche Features Microsoft Teams Education in der Zukunft noch erweitert wird, aber die schnell implementierten Verbesserungsvorschläge seit Beginn der Pandemie verleiten zu großem Optimismus in Bezug auf die Zukunft von Microsoft Teams in Bildungseinrichtungen. Es bietet viele Funktionen, die aus dem digitalen Lehrbetrieb nicht mehr wegzudenken sind und ist trotz dieser Komplexität dennoch kinderleicht für die SchülerInnen zu bedienen. Der Lernraum der Zukunft ist ein Microsoft Teams-Raum.

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